Die Badische Revolution im Haus Conrath
„Romantik, Realismus, Revolution – Das 19. Jahrhundert im Blickpunkt“ war das Thema des Tags des offenen Denkmals, der am letzten Sonntag stattfand. Rund 7500 Denkmäler waren an diesem Tag in ganz Deutschland geöffnet und traditionsgemäß waren auch wir dabei. Hildegard Ried, Heimatforscherin aus Passion und bekannt für ihr unermessliches Fotoarchiv, hatte unter dem Titel „Auerbacher, Langensteinbacher und Mutschelbacher Schicksale in der 48 Revolution“ eine informative Ausstellung vorbereitet, die belegte, dass nicht nur in der großen Städten die Bevölkerung für Rechte kämpfte, die uns heute selbstverständlich sind, u.a. Presse- und Versammlungsfreiheit und allgemeines Wahlrecht. Auch in den Ortsteilen von Karlsbad warben in den bewegten Zeiten um 1848 Menschen, wie der Lehrer Johann Becker für Bürgerrechte. Durch ausdauerndes Recherchieren in Archiven gelang es Hildegard Ried seltene Dokumente zusammenzutragen, wie Schiffslisten von Auswanderern und Gerichtsurteile. Zeichnungen zeigten anschaulich, wie tragisch für viele Menschen auch nur die leiseste Form von Kritik an der Obrigkeit endete.
Vor der Eröffnung der Ausstellung musste noch eilig ein wichtiges Detail geändert werden: Vor dem Haus Conrath wehte die Fahne des Großherzogs in den badischen Farben Rot und Gelb. Selbstverständlich, so Hildegard Ried, müsse hier die Fahne der bürgerlichen Revolution hängen, das uns heute vertraute Schwarz-Rot-Gold. Und so kam es am frühen Morgen noch zu einem Flaggenwechsel, ein Erfolg, der den Demokraten von 1848 in Langensteinbach verwehrt war (Bilder).
Florence Gayral, hat seit dem 1. August ihr Atelier für originelle Geschenkverpackungen im Obergeschoss des Hauses Conrath. Zeitgleich lud sie die Besucher zu einem Besuch und einem Glas Sekt ein. Originelle Geschenkverpackungen, Karten, Skulpturen, Cartoons und vieles mehr warten dort auf die Gäste. Ein reizvoller Kontrast: Im Erdgeschoss des Hauses Conrath alte Dokumente und Zeichnungen, im Obergeschoß Kreativität, Originalität und Esprit. Wenn Sie sich über Florence Gayral informieren wollen: www.l-art-a-flots.de , besser natürlich bei einem persönlichen Besuch im Haus Conrath (Bild).

Nell aus Ettlingen mit der großen Vernissage, die der Posaunenchor der Evang. Kirchengemeinde Langensteinbach musikalisch umrahmte. Besonders schön: Der Künstler überreichte der 1. Vorsitzenden des Fördervereins Haus Conrath, Doris Müller, ein Gemälde, das das Haus Conrath zeigt. Langsam entsteht eine kleine Sammlung mit Gemälden, Radierungen und Keramiken verschiedener Künstler, die sich auf das Haus Conrath beziehen.
verbreiteten die Musiker die Atmosphäre eines bretonischen Marktfestes. Etliche Besucherinnen und Besucher wurden zusehends mutiger und wagten unter der Anleitung von G. Fütterer einen Tanz, was ja auch zu einem solchen Fest gehört.
Haus Conrath. Bereits zum vierten Mal wurde im Berichtsjahr 2010 ein 17 Veranstaltungen umfassendes Programm „Kultur im Haus Conrath“ präsentiert.
Bühne – keine Requisiten außer einem Stuhl – so zog er das Publikum in seinen Bann. Die Bandbreite seines Könnens war außergewöhnlich: Mal als eiskalter Personalchef, der Bewerber mit einem Zynismus abfertigte, dass man eine Gänsehaut bekam, mal nachdenklich, wenn er über das Glück philosophierte und dann den Zuschauern einen Spiegel vorhielt, in dem er eine „Schnäppchenaktion“ live im Saal ablaufen lies („Milka 250gr nur 1,79€“). Mal Hölderlin zitierend, mal aus dem Stegreif auf Zurufe aus dem Publikum hin eine „Wuttherapie“ („Ich lasse es für Sie raus“) inszenierend, einfach große Klasse. Seine Ausbildung als Pantomime an der Folkwangschule war nicht zu übersehen und seine herrlich überzeichnete Imitation von Boris Becker in einer Zeitlupenversion entfachte Beifallsstürme.



























