Aktuelles

Textile Bilder: Von Irmgard Bruder, Hildegard Hüttner und Friederike Wanner

Nochmals geöffnet am 23./24.  und 26./27. September jeweils von 14 bis 18 Uhr, Eintritt frei.

Schmuck, Aquarelle, Ölgemälde, Töpferarbeiten, Blumengestecke, Architekturzeichnungen und vieles mehr waren schon in Ausstellungen im Haus Conrath zu sehen. Am kommenden Wochenende aber feiern wir eine Art Premiere in unserem Haus. Irmgard Bruder, Hildegard Hüttner und Friederike Wanner aus Karlsruhe stellen unter dem Titel „Textile Bilder“ ausgewählte Arbeiten ihres langjährigen Schaffens vor. Die drei Textilkünstlerinnen arbeiten seit vielen Jahren zusammen und haben sich der Technik des Quiltens verschrieben.
Arbeiten der Gruppe waren schon in Ausstellungen in Amerika und Frankreich zu sehen. Ulrike Wanner gelang es schon zweimal auf der Biennale des Textilmuseums in Heidelberg trotz großer Konkurrenz Arbeiten von sich zu platzieren. Klares, modernes Design, harmonisches, aber auch kontrastreiches Zusammenspiel von Formen und Farben und handwerkliche Perfektion sind Markenzeichen der Arbeiten, die mit dem historischen Fachwerkhaus einen reizvollen Kontrast ergeben, wie die Fotos  in unserer Galerie belegen.

Wer noch keine Gelegenheit hatte, die Arbeiten der drei Karlsruher Künstlerinnen zu bewundern, sollte dies an den oben genannten Terminen nochmals tun.

„Historische Orte des Genusses“

war das Motto des Tages des offenen Denkmals am vergangenen Sonntag, der alljährlich von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im September veranstaltet wird und an dem sich der Förderverein Haus Conrath regelmäßig beteiligt. Den Besucherinnen und Besuchern soll an diesem Tag  ein Eindruck vom Lebensalltag unserer Vorfahren verschafft werden und  so standen diesmal im Haus Conrath die Ess- und Trinkgewohnheiten der bäuerlich geprägten Lebenswelt früherer Zeiten im Vordergrund.

Ganz im Sinn des Themas  durchströmte der Duft frisch gebackenen Kuchens und aromatischen Kaffees das Haus Conrath. Bewusst hatte der Förderverein diesmal auf das sonst übliche große Kuchenbüffett verzichtet und dafür direkt in der – allerdings modern eingerichteten – Küche des Hauses Blechkuchen serviert, „wie ihn Großmutter noch kannte“.
Parallel dazu war in der kleinen Stube des Hauses eine Ausstellung eingerichtet worden, die eindrucksvoll eine Vorstellung von dieser bäuerlich geprägten Lebenskultur vermittelte. Dass die Fähigkeit zum Genießen auch in der Welt der Bauern und Handwerker gepflegt wurde zeigten Geschirrteile, Bestecke und Trinkgefäße, die liebevoll arrangiert waren und die den Eindruck einer sonntäglich gedeckten Tafel vermittelten. Dass der Genuss aber in dieser Welt immer mit Arbeit verbunden war, verdeutlichte eine Vielzahl historischer Küchengeräte, die den jüngeren Besuchern häufig unbekannt waren. Vieles stammte aus Privatbesitz, viele Exponate wurden aber auch dankenswerter Weise von den Heimatstuben in Waldbronn zur Verfügung gestellt. So war statt eines vollautomatischen Waffeleisens mit Thermostat und Teflonbeschichtung ein gusseisernes Waffeleisen für den mit Holz befeuerten Herd zu sehen oder statt moderner Küchenmaschinen alte Fleischwölfe, Mohnmühlen und vieles mehr. Teilweise durften die Geräte auch ausprobiert werden und die Kinder und Jugendlichen, die mit ihren Eltern einen Ausflug in die Vergangenheit machten, erlebten, dass es doch etwas Geschick und Rechenkenntnisse braucht, Getreide mit einer Balkenwaage abzuwiegen oder dass man etwas Ausdauer braucht, um Kaffee mit einer alten Kaffeemühle von Hand zu mahlen.

Den Förderverein freute besonders, dass das Haus Conrath mittlerweile auch in der näheren Region bekannt ist und auch aus Ettlingen und Karlsruhe viele Gäste kamen, die sich alle von dem kleinen Schmuckstück am Ortseingang von Langensteinbach und der interessanten Ausstellung beeindruckt zeigten.
Um die große Anzahl der Gäste nur mit selbst gebackenem Kuchen zu bewirten hätten die Möglichkeiten des Fördervereins sicher nicht ausgereicht und deshalb bedankt sich der Verein bei der Bäckerei Richard Nussbaumer für den klassischen Blechkuchen, ganz „wie ihn Großmutter noch kannte“

Die neuesten Bilder vom Festival in der Bildergalerie!

Kulturelle Vielfalt beim ersten SymBadisch-Schwäbischen MundArt-Festival auf der Pfarrwiese: Kabarettistischer Einfallsreichtum amüsierte das Publikum

Von Werner Bach

Ein glückliches Händchen bewies der Förderverein Haus Conrath als Veranstalter des ersten SymBadisch-Schwäbischen MundArt-Festivals auf der Pfarrwiese in Langensteinbach. Mit namhaften Künstlern der Kleinkunstszene war es gelungen, dem kulturellen Leben in Karlsbad einen weiteren Mosaikstein hinzuzufügen. Rote und gelbe Fähnchen wiesen den Weg ins ebenfalls mit den Farben Badens und Württembergs dekorierte Festzelt. Drei Tage ein Hörvergnügen der besonderen Art, das kam bei den insgesamt 400 Besuchern an.
Die Initiatorin, Fördervereinsvorsitzende Doris Müller, freute sich in ihrer Begrüßung über den, trotz Konkurrenzveranstaltungen, guten Zuspruch und darüber, dass es gelang eine solche geballte Qualität auf die „Albhöhe“ zu bringen. Bürgermeister Rudi Knodel, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, stellte einerseits das Beleben des Hauses Conrath und andererseits das Wiederentdecken der Mundart heraus. Hans-Peter Klasser führte kurzweilig durch die drei Veranstaltungstage.
Mit ihrem anregenden Wechselspiel erwarben sich gleich am ersten Abend Werner Puschner und Claudia Pohel die Publikumssympathie. „Hinner de Lok kommsch ens Ziel – der wo ganz vorne fahrt dem klebe Mucke an de Stirn“, so eine der Weisheiten Puschners. „Wenn ich ein Felchen wär im Bodensee – das wär besonders schee. I dät die Angler necke… I dät die Nackede von unne seh…
Geschickt reagierte Werner Puschner mit einem Gedicht über ein Wochenenden am „Badisch-Schwäbischen Refugium“. Weitere Kostproben der „Lady der Liedermacherkunst“: das Nachbarspiel „Rum un num flieg Schneck“ oder Aktuelles zur Gesundheitsreform: „Die nimmt Formen an, dass der Zahnarzt schon fragt, hen se noch en Silberleffel dehoim?“ Die klare Stimme, das Gitarren- und Harfenstiel Claudia Pohels ließen die Zuhörer erstaunen.

Mit Lust am Musikmachen präsentierten sich am zweiten Abend Dieter Huthmacher und Band. Das ließ nicht nur die Herzen der Mundartfans höher schlagen. Wenn Zeitungs-Rap und Frühlingsblues angesagt sind, ist Stimmung vorprogrammiert. Matthias Hautsch holte aus seiner Gitarre Töne von großer Klangqualität heraus und Oliver Taub (Piano), Torsten Steudinger (Bass) sowie Marcel Millot (Schlagzeug) vervollständigten das virtuose Spiel. Um die Musik herum, mitten durch und dazwischen begab sich Dieter Huthmacher auf Spurensuche. Kleine Dinge, die heimatliche Gefühle wecken: „Bleibe un fortgange, gucke und seh“. Heiter kratzte der Dachtraufschwabe an so manchen Unzulänglichkeiten. „Wenn se gscheit sen d’Leit, bleibe se doof und brenges weit.“ „Däd i sage was i denk, no kennt i here was i meun”, Huthmachers Beobachtungen zu den arg zurückhaltende Pforzemer.
Zur Matinee am Sonntag traten mit dem Duo Aurezwicker (Ohrenzwicker) zwei Urschwaben auf. „Willst du keinen Streit und Ärger meide jeden Württemberger“, konstatierte Helmut Pfitzer. Gleichzeitig betrieb er Aufklärung über zwei Sorten von Schwaben mit dem Stuargarder und dem Älbler, von denen einer Reinhold Hittinger aus Balingen kommend isch. Zur schwäbischen Kabaretttherapie gehörte auch den Badenern zu erläutern, dass e Muckeseggele die kleunscht schwäbisch Maßeinheit isch. Fröhliche Stimmung herrschte als Reinhold Hittinger seine Tuba blies, was für ihn das beste Schlafmittel sei, den Nachbarn jedoch eher den Schlaf raube.

Als Schwabe fühle er sich geschmeichelt auf Badischem Hoheitsgebiet auftreten zu dürfen, meinte Johann Martin Enderle, der auch den „Schlusspunkt“ zu einem markanten und spritzigen Ereignis werden ließ. Seine Assoziationen zu „gschwend“ und zu „hebe“ waren ein Hörvergnügen, dem ein kullinarischer Streifzug durchs Badische und Schwäbische Kochbuch folgte. Dabei stellte Enderle fest, dass schwäbische Spezialitäten einen hohen Sättigungsgrad bei sparsamen Zutaten haben.
Der Ausgewogenheit wegen hatten die Organisatoren fürs leibliche Wohl „schwäbische Maultaschen“ und „badisches Schäufele“ auf der Speisekarte.

MundArt-Festival

 

Sparkasse Ettlingen fördert MundArt-Festival

 Wer ein großes Projekt  wie unser MundArt-Festival startet, braucht Partner, die verlässlich an seiner Seite stehen. Die Sparkasse Ettlingen zählt schon von Beginn der Sanierungsarbeiten am Haus Conrath  zu den Sponsoren des Fördervereins. Und groß war natürlich die Freude, als Achim Reiser und Demir Jazvic (3. und 5. von links) dem Vorstand des Vereins einen Scheck über 1500€ überreichten, die dazu dienen sollen, einen Teil der notwendigen Aufwendungen für die Veranstaltung zu decken. Schließlich möchte der Förderverein Haus Conrath mit diesem Festival, bei dem namhafte Künstler aus ganz Baden-Württemberg auftreten werden, einen Beitrag zum kulturellen Leben in Karlsbad leisten, aber natürlich auch Einnahmen erzielen, die helfen sollen, die finanziellen Verbindlichkeiten zu erfüllen. 

Für ein Geldinstitut wie die Sparkasse Ettlingen, für die die Verankerung in der Region ein Markenzeichen ist, war es eine Selbstverständlichkeit, die Arbeit des Fördervereins zu unterstützen. Achim Reiser und Demir Jazvic zeigten sich beeindruckt, wie aus dem vom Abbruch bedrohten Haus ein echtes Schmuckstück geworden ist. Die 1. Vorsitzende des Fördervereins, Doris Müller (4. von links) nahm zusammen mit anderen Vorstandsmitgliedern und mit Walter Knab, der zentralen Person bei den Sanierungsarbeiten, den Scheck entgegen. Sie betonte, dass die Sparkasse Ettlingen seit jeher zu den großzügigen Förderern des Vereins gehört, ohne die das Projekt nicht zu schaffen gewesen wäre. Der Förderverein Haus Conrath bedankt sich bei der Sparkasse Ettlingen und freut sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Malerei und Keramik zur Sommerzeit

Anne  Gündel, Hielta Schlifkowitz und Wiebke Töbe kennen sich schon seit Jahrzehnten und sie verbindet unter anderem die gemeinsame Liebe zur Kunst und zum Kunsthandwerk. Schon seit vielen Jahren arbeiten sie mit unterschiedlichen Techniken auf dem Gebiet der

Malerei und des Töpferns. Wir haben uns gefreut, dass sie jetzt die Gelegenheit ergriffen haben, ihre zahlreichen Arbeiten in einer gemeinsamen Ausstellung im Haus Conrath dem zahlreich erschienenen Publikum zu präsentieren.  Anne Gündel stellte Gemälde und Zeichnungen aus, die von ihren Reisen in südliche Länder inspiriert waren, während der Akzent von Wiebke Töbe in teilweise streng geometrischen Arbeiten lag. Hielta Schlifkowitz präsentierte die ganze Bandbreite  ihre Töpferarbeiten: individuelle Gebrauchskeramik, filigrane Tierfiguren oder märchenhafte, fast magische Figuren.
Eine besondere Freude für den Förderverein Haus Conrath war es natürlich, dass Hanspeter Klasser, der Schriftführer des Vereins, bei der Vernissage ein von Hielta  Schlifkotwitz liebevoll und aufwändig hergestelltes Tonmodell des Hauses Conrath als Spende in Empfang nehmen durfte.

Fotos zur Ausstellung in der Bildergalerie.

Internationaler Museumstag

Eigentlich war es schon eine kleine Schreiner – bzw. Malerlehre, die die Besucherinnen und Besucher des Hauses Conrath am Internationalen Museumstag am vergangenen Sonntag machen konnten. Entsprechend dem Titel „Altes Handwerk“ war  im Haus Conrath eine Vielzahl historischer Handwerkszeuge zu sehen. In der großen Stube war die Hobelsammlung des Glasermeisters Gustav Denninger zu sehen, die Hildegard Ried zusammengestellt und arrangiert hatte. Dazu kamen alte Werkzeuge aus dem Bestand des Schreinermeisters Walter Knab, der ja die Renovierung des Hauses Conrath koordiniert hat und selbst viele der Gewerke im Haus Conrath in Hunderten von Arbeitsstunden ausgeführt hat. In der kleinen Stube waren wertvolle Exponate zur Geschichte der Ittersbacher Ziegelei zu sehen, die uns das Heimatmuseum Ittersbach freundlicherweise als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat (Vielen dafür!). Dazu eine ganze Reihe alter und seltener Werkzeuge aus dem Betrieb des Malermeisters Eduard Kessler.

Selbstverständlich standen die beiden Handwerksmeister an diesem Tag zur Verfügung und erklärten ausführlich allen Gästen die Funktion der alten Werkszeuge. Im Obergeschoss hatte die Goldschmiedin und Schmuckdesignerin Anja Wiebelt ihr Atelier geöffnet und lies sich über die Schulter schauen. Die von ihr ausgestellten Exponate bildeten einen reizvollen Kontrast zwischen modernem Kunsthandwerk im Obergeschoss des Hauses und alten Handwerkstechniken im Untergeschoss. Und bei der Arbeit auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen darf, wurde in den Zeltpavillons eine großes Kuchenbuffet angeboten, das zeigte, dass zum Förderverein Haus Conrath genügend Mitglieder  und Freunde gehören, die auch das Handwerk des Konditors perfekt beherrschen. Der Förderverein bedankt sich bei allen Leihgebern, allen Helferinnen  und Helfern und natürlich bei den vielen interessierten Gästen.

Gabi Hartmann im Haus Conrath

Noch mal ein großer Applaus an dieser Stelle für Gabi Hartmann, die mit ihrem Liederabend „Recht vergnüget kann man leben, wenn man lebet ohne Weib!“ unsere letzte Veranstaltung im Haus Conrath zu einem vollen Erfolg werden ließ. Es war ein echtes „Live-Konzert“: In der speziellen Atmosphäre des Hauses entstand sofort ein enger Kontakt zwischen der Künstlerin und ihrem Publikum. Die „alten Lieder in altem Gemäuer“ wurden von Gabi Hartmann souverän vorgetragen, ohne technische Hilfsmittel, immer im Dialog mit den Zuhörern, die sich der Faszination der lupenreinen Sopranstimme nicht entziehen konnten. Und ein ganz bewegender Moment war es natürlich, als bei der abschließenden Zugabe „Gute Abend, gute Nacht“ das Publikum spontan mit einstimmte.

„Kontrastreiches“ Klangerlebnis in der Ludwigskirche

Strahlende Gesichter bei allen Beteiligten: Das Konzert „Kontrastreich“ in der Evangelischen Ludwigskirche am vergangenen Sonntag war ein voller Erfolg. Das Akkordeonorchester AccoMusica und der Kammerchor 140 haben sich in dieser nicht alltäglichen Kombination zusammengetan und – unterstützt von der Mezzosopranistin Malika Reyad – zwei Stunden eine Leistung geboten, die die ungeteilte Bewunderung bei den Zuhörern hervorrief. Das Programm hatte seinen Schwerpunkt in geistlichen Werken aus fünf Jahrhunderten und war gut aufeinander abgestimmt. Man spürte, dass die Atmosphäre in der Ludwigskirche mit den zahlreichen und interessierten Gästen, sowohl Chor als auch Orchester anspornten und zu einer perfekten Leistung trug. In der Einladung war von zwei „hochkarätigen Klangkörpern“ gesprochen worden und schon nach den ersten Stücken – vor allem nach zwei Melodien von Edvard Grieg (AkkoMusica)und drei skandinavischen Mariengesängen (Chorus 140) – war klar, dass das Prädikat „hochkarätig“ seine Berechtigung hatte. AccoMusica zeigte sehr schnell, dass die Vorbehalte gegenüber dem Instrument „Akkordeon“, das gerne nur der Volksmusik zugeordnet wird, auf Unkenntnis beruhen und dass das Orchester auch in der klassischen Musik brillieren kann. Schnell war klar, dass die vielen Preise und Auszeichnungen für die Formation kein Zufall sind.

Der Chorus 140 (die Zahl 140 bezeichnet die Zahl der gemeinsamen Auftritte der jungen Sängerinnen  und Sänger – demnächst wird der Chor dann also Chorus 141 heißen) faszinierte durch seine Geschlossenheit und seine Stimmen, die scheinbar mühelos ohne Instrumentalbegleitung den Raum füllten. Kein Hüsteln oder Geraschel im Publikum, atemberaubende Stille und Konzentration noch nach dem Ende der Stücke und dann anerkennender und lang anhaltender Applaus des beeindruckten Publikums.

Der Förderverein Haus Conrath hatte es seit längerem wieder einmal gewagt, eine Großveranstaltung dem Karlsbader Publikum anzubieten und war von der Resonanz überwältigt und darüber erfreut. Nach der Orgelwoche der Evangelischen Kirchengemeinde in der Ludwigskirche, die ja schon Maßstäbe setzte, fand hier erneut Konzertereignis statt, das nicht alltäglich war.

Wir bedanken uns….

  • natürlich zuerst bei dem Orchester AccoMusica, dem chorus 140 und der Mezzosopranistin Malika Reyad, die dieses außergewöhnliche Konzert auf einem beeindruckenden Niveau ermöglicht und bestritten haben,
  • bei den vielen Gästen, die diese Veranstaltung zu einem großen Erfolg werden ließen,
  • bei der Bäckerei Richard Nussbaumer, die uns die Bewirtung mit leckeren Snacks durch ihre Spende ermöglichte,
  • und bei der Evangelischen Kirchengemeinde Langensteinbach, die uns gestattete, dieses beeindruckende Konzert in der ebenso beeindruckenden Ludwigskirche durchzuführen und uns dabei in vielerlei Hinsicht unterstützte.

Die Alte Apotheke zu Gast im Haus Conrath

Die Alte Apotheke zählt zu den markanten Gebäuden in Langensteinbach, die untrennbar mit der Ortsgeschichte verbunden sind. Nur wenige Einwohner in Langensteinbach wissen aber, dass sich dort seit einiger Zeit eine junge, lebendige Kunstszene entwickelt hat. Constanze Zacharias und Nemanja Sarbajic arbeiten dort und stellen ihre Werke dort aus. Am vergangenen Wochenende präsentierten sie ihre Arbeiten im Haus Conrath. Einmal mehr zeigte sich, dass das Haus Conrath kein Haus ist, in dem nur versucht wird, die Vergangenheit fest zuhalten, sondern dass hier auch die Moderne ihren Platz hat. Schon das rote Seil, das um das Haus gewickelt war und mit dem es an den Baumstümpfen im Vorgarten angebunden war, so als wolle man das Haus daran hindern, weg zu fliegen, bereitete die Besucher darauf vor, dass im Inneren Fotos und Objekte warteten, die althergebrachte Sehgewohnheiten auf die Probe stellten. In der großen Stube: Collagen, verfremdete Schallplattenhüllen, ein den Boden ganz verdeckender Teppich, der mit seinen Bemalungen selbst zum Kunstobjekt wurde. In der kleinen Stube: Schwarz-Weiß-Fotos, auf einer Wäscheleine fast wie früher in einer Dunkelkammer oder im Gegensatz dazu als Diashow auf einem Laptop präsentiert. Auf einem massiven Tisch aus dem vorigen Jahrhundert über 50 Fotos, auf denen sich die Besucherinnen und Besucher der Alten Apotheke selbst in einer stets gleichen Umgebung inszenierten. Fast versteckt: Skizzenbücher und ein liebevoll und mit Sorgfalt erstelltes Buch, in dem Fotos der Alten Apotheke zusammen mit Grundrissen und Fassadenaufrissen eine Hommage an das altehrwürdige Gebäude bildeten. Die Ausstellung von Constanze Zacharias und Nemanja Sarbajic, zeigte, dass das „alte“ Haus Conrath keine Berührungsängste mit der Jugend hat und selbst erstaunlich jung sein kann.