Julius Naeher – Ein Ingenieur des Großherzogs Karl Friedrich in Langensteinbach. Ausstellung am Tag des offenen Denkmals

Julius Naeher – Ein Ingenieur des Großherzogs Karl Friedrich in Langensteinbach

Ausstellung am Tag des offenen Denkmals

Sonntag, 8. September 2019, 10 – 18 Uhr im Haus Conrath

In den Zeltpavillons auf dem Pfarrhof bewirten wir Sie mit selbstgebackenem Kuchen, gutem Kaffee, Tee und anderen Getränken

 

Den Wenigsten in Langensteinbach wird der Name Julius Naeher (1824 – 1911) heute noch etwas sagen. Und doch hat dieser in Pforzheim geborene Ingenieur in Diensten des Großherzogs einen deutlichen Bezug zu Langensteinbach – doch dazu später.

Julius Naeher ist zunächst ein „klassischer“ Ingenieur im Staatsdienst. Bekannt wurde er aber auch als Burgen- und Denkmalforscher in seiner engeren und weiteren Heimat. In seinen Publikationen zeigen sich ausgeprägtes fachliches Können, aber vor allem auch die Liebe zu seiner Heimat.

Ausgebildet an der Polytechnischen Schule in Karlsruhe, Bauoffizier beim Bau der Bundesfestung in Rastatt, war er dann vor allem bei der Großherzoglichen Straßenbau-Inspektion tätig. Und in dieser Eigenschaft leitete er 1874 bis 1875 den Straßenbau von Langensteinbach über Mutschelbach nach Kleinsteinbach. In dieser Zeit wohnte er im heute noch bestehenden Gasthaus „Grüner Baum“ und mit der damaligen Wirtsfamilie Dambacher verband ihn eine herzliche Verbindung.

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand 1884 veröffentlichte Julius Naeher sein Buch „Die Umgebung der Residenzstadt Karlsruhe“ und schildert darin liebevoll und genau auch Langensteinbach und seine Sehenswürdigkeiten. Naeher war nicht nur ein begeisterter und kompetenter Ingenieur, sondern hatte auch eine künstlerische Ader. Er illustrierte eigenhändig dieses Buch mit für ihn typischen kleinformatigen Lithografien, in denen er Sehenswürdigkeiten und historisch bedeutsame Gebäude oder Denkmale auch aus Langensteinbach abbildet.

Einige dieser handkolorierten Lithografien schenkte er dem Wirtsehepaar Dambacher, die lange in den Stuben der Gaststätte zu sehen waren und heute im Besitz der Nachkommen der Familie Dambacher sind. Dankenswerterweise ermöglichen es uns diese, die Lithografien in unserer Ausstellung im Original zu zeigen.

Wir ergänzen diese seltenen Objekte mit Hintergrundinformationen und stellen sie neben kurze Texte aus Naehers Buch, die auf eine ganz eigene Art seinen Blick auf Langensteinbach zeigen.